Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften hat den Nobelpreis für Physik 2026 am 6. Oktober an Francis Halzen von der University of Wisconsin–Madison vergeben. Der belgisch-amerikanische Physiker wird für seine entscheidende Rolle beim Aufbau des IceCube-Neutrino-Observatoriums und für die Entdeckung hochenergetischer Neutrinos aus kosmischen Quellen geehrt. IceCube überwacht einen Kubikkilometer Eis am Südpol mit mehr als 5.000 Lichtsensoren – eine Idee, die Halzen schon 1988 vorschlug. 2013 fing es die ersten hochenergetischen Neutrinos von außerhalb des Sonnensystems ein, 2023 lieferte es das erste Bild der Milchstraße im Licht der Neutrinos. Der mit 12 Millionen schwedischen Kronen dotierte Preis wird am 10. Dezember in Stockholm überreicht. Unsere Einschätzung: ein Nobelpreis für ein Teleskop im Eis, das durch die Erde hindurch in den Himmel schaut – die Neutrinoastronomie ist erwachsen geworden.
1 km³antarktisches Eis: IceCube
2013erste kosmische Neutrinos
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